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Stau vor dem Stadttunnel wegen Sanierungsarbeiten

Freiburg - Die Stadt Freiburg erklärt, warum es zu dem Stau vor dem Stadttunnel kam, warum er kaum zu vermeiden war und wann es wieder eng wird:
Weil derzeit Teilabschnitte der B31 saniert werden müssen, kam es am vergangenen Samstag zu starken Einschränkungen im Verkehrsfluss Richtung Westen. Beschädigungen der Fahrbahnoberfläche hatten die Sanierungsarbeiten in den stark befahrenen Dreisamuferstraßen notwendig gemacht. Die Arbeiten laufen in zwei Abschnitten. Der erste Abschnitt umfasste am vergangenen Wochenende die Bereiche an der Kaiserbrücke, dem Luisensteg und der Kronenbrücke. Dort wurde die Feinschicht abgefräst und bei Bedarf einschließlich Unterbau erneuert.

Diese Arbeiten waren in der vergangenen Woche in zwei städtischen Pressemitteilungen und in vielen Medien mitgeteilt worden. Dennoch kam es zu teils langen Stauungen, die (außer durch Umstieg auf den ÖPNV) kaum zu vermeiden waren. Für einen Eingriff in die Freiburger Hauptverkehrsachse B31 gibt es nämlich keinen Zeitpunkt, der sich nicht unmittelbar auf den Verkehrsfluss auswirkt. Der günstigste Zeitpunkt hierfür ist erfahrungsgemäß der Zeitraum in der Mitte der Sommerferien. Um den starken Berufsverkehr zu vermeiden, kommen nur SC-freie Wochenende mit Nachtarbeiten in Frage. Da es sich um eine öffentliche Ausschreibung handelt, kann aber nicht kurzfristig auf schönes Wetter und die damit verbundenen Besucherströme reagiert werden.

Auslöser für den Rückstau am vergangenen Samstag war nun die Einspurigkeit an der Stadtbahnkreuzung an der Kaiserbrücke. Da hier drei kreuzende Stadtbahnlinien bevorrechtigt sind, konnte der auflaufende Verkehr nicht entsprechend dosiert abfließen. Der eingestaute Bereich östlich dieser Bahnquerung führt zu langen Rotphasen an der Schwabentorbrücke, welche verhindern, dass wartende Fahrzeuge auf den Stadtbahngleisen stehen. Damit bildete der Knotenpunkt einen Flaschenhals, der einen Rückstau bis in den Freiburger Osten verursachte.

Dass zugleich der Stadttunnel nur einspurig befahrbar war, hatte eine simple Ursache: Nur so konnte eine Rettungstrasse auf der B31 freigehalten werden. Eine Zweispurigkeit hätte auf Grund der folgenden Engstelle keine Entzerrung der Situation bewirkt.

Ähnlich verhält es sich mit der parallel laufenden Baustelle auf der Schwarzwaldstraße. Die eingerichtete Umleitungsstrecke führt über die Fabrikstraße vor dem Flaschenhals wieder auf die Schwarzwaldstraße, was den Zusammenhang der beiden Baustellen entkoppelt. Darüber hinaus führte das Verhalten einiger Verkehrsteilnehmer zu weiteren Einschränkungen. Weil sie eindeutige Sperrungen und die Beschilderung der Umleitungsstrecken ignorierten, kam es zu Stauungen und aufwendigen Wendemanövern im Bereich Waldsee.

Technisch bedingt, muss der neue Belag bei diesen Temperaturen etwa 24 Stunden lang aushärten. Zwischenzeitlich wird die Markierung aufgebracht. Dies führt bei manchen Betroffenen zu Irritationen, da ein neuer Streckenabschnitt gesperrt bleibt, obwohl keine sichtbaren Bauarbeiten mehr erfolgen. Der Verkehr wurde am Sonntag um 12 Uhr wieder freigegeben.

Da die Schulferien weiterhin die günstigste Zeit für eine Straßensanierung in den besagten Bereichen bleibt, wird der zweite Bauabschnitt am Wochenende vom 2. bis 4. September erfolgen. Auch hier wird mit Einschränkungen zu rechnen sein. Als Reaktion auf das vergangene Wochenende werden dann aber Schilder deutlicher auf die mögliche Ausweichstrecke am Schlossbergring hinweisen. Zudem wird die Polizei angefragt, ob Beamten situationsbedingt die Signalregelung an der Kaiserbrücke regeln können.

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