Sie sind hier: Startseite Wirtschaft Verkehr Großkontrolle der „Rollenden Landstraße“

Großkontrolle der „Rollenden Landstraße“

Freiburg (af) - Zoll entdeckt mehr als 3 Millionen Schmuggelzigaretten - Risikoorientierte Kontrollen führen zum Erfolg.


Der internationale Zigarettenschmuggel verursacht seit Jahren erhebliche fiskalische Schäden und bleibt für die Täter wegen der möglichen hohen illegalen Gewinne stets ein  lukratives Geschäft.  Aufgabe  des  Zolls  ist  es,  den  Schmuggel  zu  bekämpfen, d.h.,  die  illegalen  Transporte  aufzudecken,  die  unversteuerten  Zigaretten  sicherzustellen und die Täterstrukturen zu zerschlagen.

Das  Zollkriminalamt  beobachtet  daher  als  Zentralstelle  des  deutschen  Zollfahndungsdienstes konstant die Entwicklung der Zigarettenkriminalität und wertet hierzu alle verfügbaren  - nationalen und  internationalen  -  Informationen sowohl zu  legalen als auch  zu  illegalen Zigarettentransporten aus. Als Folge hieraus werden entsprechende Strukturanalysen zu  risikobehafteten Transportrouten erstellt, denn: um unversteuerte Zigaretten auf den Schwarzmarkt zu bringen, nutzen die Schmuggler alle denkbaren Beförderungswege.

„Die Risikoanalyse führt zunehmend zu effizienten und effektiven Kontrollen zur Bekämpfung des international organisierten Zigarettenschmuggels. Sie ist ein unabdingbarer Bestandteil moderner Strategien zur Kriminalitätsbekämpfung durch die Zollverwaltung.“, sagt der Präsident des Zollkriminalamtes, Dr. Paul Wamers.

Die Analysen des Zollkriminalamtes hatten ergeben, dass über die  „Rollende Landstraße“  (RoLa)  illegale  Zigaretten  aus  dem  arabischen  Raum  über  Italien  nach Deutschland gelangen sollen. Als Rollende Landstraße wird der Eisenbahntransport von  kompletten  LKWs  auf  der Bahnstrecke  zwischen Novara/  Italien  und  Freiburg/ Deutschland bezeichnet.

In der vergangenen Woche führte deshalb das Zollkriminalamt eine Großkontrolle auf der „RoLa“ in Freiburg/ Breisgau durch. An der Maßnahme waren neben den Kräften der Zollverwaltung auch die Bundespolizei, das Bundesamt für Güterverkehr (BAG), die Landespolizei Baden-Württemberg und das Technische Hilfswerk beteiligt. 

Nur mithilfe spezieller Einsatztechnik, wie den teilmobilen Röntgenanlagen des Zolls, war es möglich, an nur einem Tag mehrere komplette Züge zu kontrollieren, ohne den legalen Warentransport dabei einzuschränken. 



Bei einem LKW aus Malta bestätigte sich auch gleich der Verdacht der Zöllner: Hinter einer legalen Ladung, die für die Niederlande bestimmt war, verbargen sich auf Paletten geladen rund 3,2 Millionen Schmuggelzigaretten der Marke „Richman“.



Die illegale Fracht befand sich im hinteren Teil des LKW-Aufliegers und war mutmaßlich für den britischen Schwarzmarkt bestimmt. 

Die weiteren Ermittlungen gegen die Zigarettenschmuggler haben die Freiburger Zollfahnder übernommen.

Darüber hinaus wurden durch die Bundes- und Landespolizei (Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein, Polizeidirektion Freiburg) sowie BAG 37 Anzeigen gefertigt, u. a. wegen technischer Mängel, Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten sowie gegen Gefahrgutvorschriften. Sechs LKW sind stillgelegt worden.

Fotos: Zollkriminalamt

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Werbung

Letzte Kommentare

BFN.TV - Team

 
 
Banner