Lörrach (ml) - Am 26. April, dem Tag des geistigen Eigentums, steht auch die Arbeit der Zöllnerinnen und Zöllner zum Schutz der deutschen Unternehmen vor Produktpiraterie und der Verbraucher vor gefährlichen gefälschten Waren im Mittelpunkt.
Nach wie vor ist Marken- und Produktpiraterie für deutsche Unternehmen, aber auch für Bürgerinnen und Bürger, eine ernste Bedrohung. So stellte der Zoll zum Beispiel schon gefälschte Bremsscheiben und -beläge für Kraftfahrzeuge, Kettensägen oder Medikamente sicher. Im vergangenen Jahr hat der Zoll mehr als 2,4 Millionen gefälschte Waren im Wert von annähernd 96 Mio. Euro an den Grenzen gestoppt. Die Volksrepublik China bzw. Hongkong waren dabei mit über 80 Prozent der angehaltenen Warenmenge wieder Hauptquelle gefälschter Waren.
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Vorsicht im Urlaub und im Internet
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Von der Markenuhr über die Designerhandtasche bis hin zur Luxussonnenbrille: Urlauber in Einkaufslaune bekommen gerade im Ausland oft angebliche Markenprodukte zu verdächtig niedrigen Preisen angeboten. Aber Vorsicht! Viele Schnäppchen entpuppen sich schnell als billige Fälschung. Aus dem scheinbar günstigen Urlaubssouvenir wird dann eine enttäuschende Nachbildung, die ihr Geld nicht wert ist. Manch ein vermeintliches Schnäppchen kann sogar die eigene Gesundheit gefährden. Auch außerhalb des Urlaubs können dank des riesigen Warenangebots im Internet gefälschte Produkte schnell per Post nach Hause gelangen.
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Die virtuellen Märkte bieten günstige Ware aus aller Welt, die rund um die Uhr nur einen kurzen Klick entfernt ist. Doch genauso wie auf realen Marktplätzen gibt es auch im Internethandel schwarze Schafe. Das Luxusprodukt aus Übersee, das zunächst so günstig erscheint, kann sehr schnell seinen Glanz verlieren. Nämlich dann, wenn es sich um eine Fälschung handelt. Der Zoll beschlagnahmt dann die als geschäftlich eingeführte Ware. Möglich sind auch Schadensersatzforderungen des Originalherstellers. Deshalb rät der Zoll gerade auf virtuellen Marktplätzen zu gesundem Misstrauen. Klicken Sie im Zweifel lieber einmal mehr, um einen vertrauenswürdigen Anbieter zu finden.
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Rechte geistigen Eigentums (z. B. Marken, Geschmacksmuster, Patente) sind heute ein entscheidender Bestandteil des immateriellen Vermögens eines Unternehmens, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Rechten geistigen Eigentums liegen Ideen zugrunde. Nur wer gute Ideen hat und in Forschung und Entwicklung investiert, kann sich von der breiten Masse abheben und das Interesse von Kunden wecken. Gute Ideen rufen aber auch eine Vielzahl von Nachahmern und Trittbrettfahrern hervor, die ebenfalls vom wirtschaftlichen Erfolg profitieren wollen.
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Die OECD schätzt den weltweit jährlich durch Plagiate verursachten Schaden auf über 250 Mrd. US-Dollar.
Dienstag, den 19. April 2011 um 07:26 Uhr
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