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Verwirrung um E10 geht weiter- E10-Gipfel in Berlin


Freiburg (rs) - Die unterschiedlichsten, zum Teil irreführenden Informationen vor und bei der Markteinführung des neuen Biokraftstoffes E10 (10 Prozent Ethanolanteil) haben bei den End- verbrauchern für erhebliche Verunsicherungen, Verwirrungen gesorgt. Nach Ansicht des Auto- mobilclubs ADAC ist die Entscheidung der Mineralölwirtschaft, die Produktion von E10 der mangelnden Nachfrage anzupassen, das heißt, das E10-Angebotsnetz derzeit nicht weiter auszubauen und die Herstellung zu drosseln,

das zwangsläufige Ergebnis einer verfehlten Aufklärungsarbeit bei der E10-Einführung seitens der Ölkonzerne. Um mehr Klarheit in die derzeitige, verfahrene Situation zu bringen, fordert der Club massive, verbesserte Informationen der Autofahrer insbesondere durch die Mineralölkonzerne an ihren Tankstellen.

Darüber hinaus müssen die geltenden Bestandsschutzregelungen ihrem Sinn entsprechend angewandt und garantiert werden, d.h. ein flächen- deckendes, gesichertes Angebot des bisherigen, echten E5-Super-Kraft- stoffes mit 95 Oktan ohne unangemessene Preis-Aufschläge!

Der Endverbraucher-Verzicht E10 zu tanken rechtfertigt keineswegs zusätzliche, überzogene Preisaufschläge bei dem bisherigen E5-Kraft- stoff; die 2011 hierfür angeführten Begründungen, Rechtfertigungen der Ölmultis sind vorgeschoben, da die geltende Biokraftstoffquote bereits im vergangenen Jahr Gültigkeit hatte. E10 bietet der Mineralölwirtschaft aber eine zusätzliche Chance, Strafzahlungen zu vermeiden, bzw. sie durch den gezwungenermaßen E5-Tankenden bezahlen zu lassen und selbst noch profitabel „Kasse zu machen“.
Mineralölfirmen müssen Strafsteuern bezahlen, wenn sie die von der EU in Brüssel geforderte und von der Bundesregierung in Berlin politisch mit einem sehr fragwürdigen „Umweltschutz“ begründete, Absatzquote von Ethanol nicht erfüllen. Aus diesem Grunde ist das in der Produktion teurere E 10-Benzin günstiger positioniert als das bisherige Benzin mit 95 Oktan und einem Ethanolanteil von 5 Prozent.

 

Für Dienstag, den 08. März, hat Rainer Brüderle (FDP), Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, alle Beteiligten zu einem "E10-Gipfel" nach Berlin geladen, um über die E10-Misere zu beraten.

Zum Thema auch: „E 10 – der neue Kraftstoff sorgt für Verunsicherung“ vom 22. Februar hier bei BFN.TV  Bild: Reiner W. Schlebach


 

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