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IHK-Vollversammlung tagt in Straßburg und diskutiert mit politischen Vertretern

Freiburg (af) - Die Vollversammlung der IHK Südlicher Oberrhein tagte mit ihrer Frühjahrssitzung bei der französischen Nachbarkammer im elsässischen Straßburg.

Zuvor nutzten die Vertreter der Wirtschaft am Vormittag die Gelegenheit zum Austausch mit den Europaparlamentariern Dr. Andreas Schwab (CDU), Michael Theurer (FDP) und Dr. Franziska Brantner (Die Grünen).

In den Räumlichkeiten der Europäischen Parlamentarischen Gesellschaft erläuterten die Abgeordneten ihre Positionen zu den Themen Energie und Euro-Finanzkrise. Gemeinsam diskutierte man auch über die Entwicklung der EU-Förderprogramme und die Harmonisierung von Steuern im EU-Binnenmarkt im Interesse der Wirtschaft. Die unterschiedlichen Bedingungen in den Mitgliedsstaaten führten noch immer zu groben Wettbewerbsverzerrungen innerhalb des Binnenmarktes, appellierten IHK-Präsident Karlhubert Dischinger an die Abgeordneten.

Foto: Dr. Franziska Brantner, MdEP, mit IHK-Hauptgeschäftsführer Andreas Kempff und Vollversammlungsmitglied Dr. Thomas Kaiser, dahinter IHK-Präsident Karlhubert Dischinger sowie Vizepräsident Franz Kook (re.)

Parteiübergreifend waren sich die EU-Parlamentarier in den Gesprächen einig, dass die politischen Möglichkeiten der Europäischen Union häufig beschränkt seien und den bestehenden Anforderungen der Wirtschafts- und Währungsunion insbesondere im Steuerrecht hinterher hinkten. Dies zeige sich auch aktuell bei der energiepolitischen Debatte, wo die Einzelinteressen der EU-Staaten einen europäischen Weg bislang verhinderten.


In der anschließenden Vollversammlungssitzung diskutierten die Mitglieder über den Bau des derzeit geplanten Factory-Outlet Centers (FOC) St. Croix-en-Plaine bei Colmar. Auf Empfehlung des IHK-Handelsausschusses, der sich intensiv mit den Vertretern der Partnerkammer CCI Colmar ausgetauscht hatte, sprach sich die Vollversammlung aus raumordnerischen, städtebaulichen und ökologischen Gründen gegen die Errichtung eines weiteren FOCs in unmittelbarer Grenznähe aus.

Aufgrund der großen Einzugsbereiche solcher Einkaufszentren wären auch Auswirkungen auf den Einzelhandel in Südbaden - insbesondere in Emmendingen, Breisach, Mühlheim und Bad Krotzingen-Staufen - zu erwarten. Die IHK Südlicher Oberrhein stützt damit auch die Haltung der Kammer Colmar und des regionalen Planungsverbandes Colmar-Rhin-Vosges, die sich ebenfalls gegen die Realisierung des Projektes ausgesprochen hatten.

 

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