Freiburg / Oberwinden (rs) – Der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV) und Forst BW hatten zu einer Pressefahrt geladen, um auf Konflikte zwischen nachhaltiger Land- und Forstwirtschaft und dem Naturschutz aufmerksam zu machen und Lösungen zu erläutern.
Â
BLHV-Präsident Werner Räpple konnte darauf verweisen, dass bereits zahlreiche örtliche und regionale Naturschutzprojekte in einem fairem Interessenausgleich mit unmittelbar betroffenen Landwirten realisiert wurden. Räpple betonte aber auch, dass auch in Zukunft die Freiwilligkeit der Land- und Forstwirte zur vertraglichen Regelung und die wirtschaftliche Nutzung von agrarstrukturell hochwertigen Flächen Vorrang vor dem Ordnungsrecht haben müssen. Bevor neue, unbelastete, landwirtschaftlich bewirtschaftete Flächen in Anspruche genommen, sollten bestehende Naturschutzflächen aufgewertet werden.
Â
Â
Â
Â
Land- und forstwirtschaftlichen Betrieben müssen unternehmerische Gestaltungsräume zugestanden werden, wie am Beispiel des Betriebes Karl und Jürgen Fischer, mit 6,3 ha Acker-, 63,7 ha Grünland und 20 ha Wald der größte Hof in Winden i.E., nachzuvollziehen ist. Im Stall stehen 60 Milchkühe mit Nachzucht, die vollautomatisch gelenkt, individuell mehrmals täglich computergesteuert gemolken werden, deren Mist in der hofeigenen Anlage in Biogas (60 KW) umgewandelt wird. Mit der auf dem Dach befindlichen Photovoltaikanlage wird mehr Strom erzeugt als der Betrieb verbraucht.
Ferienwohnungen und die Hof-Brennerei runden das landwirtschaftliche Unternehmen ab.
Â
Samstag, den 19. Dezember 2009 um 11:56 Uhr
|