Freiburg (rs) – Im Gegensatz zu Mitbewerbern auf dem Gebiet der Energieversorgung wird badenova in Freiburg die zum Jahreswechsel nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) um brutto 1,76 Cent steigende staatliche Umlage nicht in voller Höhe an ihre
rund 120.000 privaten Strom-Kunden weitergegeben.
Bundesweit werden die meisten Energieversorger die gestiegene EEG-Quote per Umlage eins zu eins ihren Kunden berechnen. EnBW oder das E-Werk Mittelbaden haben bereits angekündigt, dass sie die Preise um die volle Erhöhung der EEG-Umlage (pro Kilowattstunde um 1,48 Cent netto, mit MwSt. 1,76 Cent) anheben werden.
Der Freiburger Stromversorger wird diese Erhöhung zu großen Teilen selbst übernehmen. Aufgrund einer optimierten Beschaffung und einer günstigen Entwicklung der Marktpreise kann er 0,67 Cent (brutto), mehr als ein Drittel, von dieser Erhöhung auffangen. Weitergegeben werden noch 0,92 Cent netto (= 1,09 Cent brutto). Für einen durchschnittlichen Kleinfamilienhaushalt mit einem Verbrauch von 3.000 Kilowattstunde (kWh) per anno, sind das jährlichen Mehrkosten von 33 Euro.
badenova fängt damit im zweiten Jahr in Folge, die gestiegene EEG-Quote ganz oder zum Teil auf. Von 2009 auf 2010 waren das rund 1,15 Cent / kWh (brutto), von 2010 auf 2011 sind es noch einmal 0,67 Cent / kWh (brutto). Damit hat sie faktisch eine Preissenkung um 1,77 Cent (brutto) realisiert, die aber durch die gestiegenen staatlichen Abgaben kompensiert wurde. Auch jetzt verspricht der Stromversorger wieder verlässliche Preisstabilität und gibt auf die neuen Preise ab 01. Januar 2011 eine einjährige Preisgarantie bis 31. Dezember 2011.
Darüber hinaus verbessert badenova auch die ökologische Qualität des Stroms weiter. Schon jetzt erhalten alle Privatkunden entweder den reinen Grünstrom „regiostrom-aktiv“, oder mit „regiostrom-basis“ garantiert atomstromfreie Energie, zur Hälfte reinen Grünstrom aus Erneuerbaren Energien, zur Hälfte Strom aus umweltschonender Kraft-Wärme Koppelung (KWK-Strom). Ab sofort werden auch regiostrom-basis-Kunden komplett und ausschließlich mit Grünstrom aus Wasserkraft beliefert.
Damit werden bei dem südbadischen Energieversorger in Freiburg beträchtliche Mengen des umweltschonenden KWK-Stromes frei (rund 170 Gigawattstunden). Sie fließen nunmehr in den Strommix, der Geschäftskunden angeboten wird, um auch hier den Anteil des Atomstroms erheblich zu reduzieren. Er lag bisher beim Strom für Geschäftskunden bei über 30 Prozent, in Zukunft sind es unter 10 Prozent. badenova macht damit einen bedeutsamen Schritt zur Erfüllung ihres Versprechens, bis 2015 komplett auch für Geschäftskunden auf Atomstrom zu verzichten.
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Mittwoch, den 17. November 2010 um 10:39 Uhr
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