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Der Innovationsfonds von Badenova -Anschub für die Energiewende

Freiburg (kf) - Eine Ausstellung zum Innovationsfonds von Badenova tourt durch die Region: Noch bis 19. November werden im Badenova-Servicecenter Breisach ausgewählte „Leuchtturmprojekte“ präsentiert.

Was ist der Innovationsfonds?
Der Badenova-Innovationsfonds unterstützt Tüftler und Vordenker, schiebt Pilotprojekte an, die wegen fehlender Wirtschaftlichkeit sonst nicht realisiert werden könnten. Um neuartige Verfahren, Techniken oder Prozesse einzuführen, braucht es manches Mal einen langen Atem - oder eine Unterstützung, wie sie der Innovationsfonds für Klima- und Wasserschutz bietet: Ob es sich um gezieltes Düngen in der Landwirtschaft („Cultan“) handelt, den energetisch vorbildhaften Neubau eines deutsch-französischen Kindergartens oder um Energiebildung - Projekte in und um Breisach konnten bereits mehrfach vom Innovationsfonds profitieren, wie Peter Majer (Innovationsfonds Badenova) anhand konkreter Beispiele erläuterte. Auch der innovative Umbau des Dienstleistungszentrums der Sparkasse Staufen-Breisach, der das ökologische Profil der Sparkasse weiter verstärkt, wurde mit Mitteln aus dem Innovationsfonds unterstützt, erläuterte Yvonne Schweickhardt (Unternehmens-kommunikation Badenova). Volker Krikziokat, Servicecenterleiter Badenova, verwies auch auf die „Strom erzeugende Heizung“, eine Mikro-KWK-Anlage mit WhisperGen, die Ergebnis eines Innovationsfonds-Projektes war: Seit Frühjahr 2010 ist sie auf dem Markt und ermöglichst Ein- bis Zweifamilienhaushalten, Vorreiter der Energiewende zu werden.

Zur Geschichte des Innovationsfonds:
Bereits seit Gründung im Jahr 2001 gilt bei Badenova die Verpflichtung, stets drei Prozent des Jahresgewinns in wegweisende Projekte zu investieren. Der Fonds ist ein wichtiger Bestandteil in der Gesamtstrategie, um die „Energiewende für alle“ umzusetzen: Jedes Projekt für sich trägt seinen Teil dazu bei, die Energiezukunft von morgen zu gestalten und mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu erreichen.
162 Vorhaben aus dem Marktgebiet hat Badenova mit ca.17 Mio. Euro bislang unterstützt. Dies löste Folgeinvestitionen von 78 Mio. Euro aus. Maximal 250.000 Euro Unterstützung sind pro Projekt möglich und jährlich steigt die Zahl der Antragsteller. Ob  Privatperson, Verein, Firma oder Kommune – praktisch jeder ist antragsberechtigt.

Kriterien der Mittelvergabe:
Kriterien bei der Vergabe der Mittel sind der Innovationsgrad des Projektes bzw. des Verfahrens: Nur neuartige Konzepte, Verfahren und Techniken kommen in den Genuss der Unterstützung. Vom üblichen Standard muss sich das Projekt deutlich abheben. Auch muss das Projekt nachweislich eine hohe ökologische Wirkung haben, z. B. die Schadstoff- Emissionen in Luft oder Wasser deutlich verringern, in hohem Maße zu einer CO2-Einsparungen führen und die Energieeffizienz steigern. Der dritte Aspekt ist der Multiplikatoreneffekt. Er meint, dass die Problemlösung übertragbar sein sollte auf weitere Einsatzmöglichkeiten, von ihr eine Signalwirkung ausgeht.

Prüfung und Auswahl der Projekte
Die geförderten Vorhaben lassen sich einteilen in vier Rubriken: In 1. Forschung + Entwicklung, 2. Studien + Projektentwicklung, 3. Bau + Anwendungen sowie 4. Umweltkommunikation. Die Projektanträge prüft und beurteilt ein unabhängiger Sachverständigenrat. Seine Empfehlungen sind für den Kommunalbeirat, dem überwiegend Bürgermeister aus der Region angehören, die Entscheidungsgrundlage. Der Kommunalbeirat schlägt dem Badenova-Aufsichtsrat vor, welche Projekte Mittel aus dem Fonds erhalten sollen. Über die endgültige Vergabe entscheidet der Aufsichtsrat, mit dabei auch der Breisacher Bürgermeister. Anträge sind jeweils bis zum 31.10. eines Jahres einzureichen.

Starke Impulse für die Region
Mit dem Innovationsfonds setzt Badenova in der Region starke Impulse für den Klimaschutz – Impulse, die bundesweit einmalig sein dürften.  Im Jahr 2008 floss die Rekordsumme von knapp 3,4 Millionen Euro in die Region. Eine Liste und Beschreibungen der Innovationsfonds-Projekte inklusive der Zwischen- und Abschlussberichte findet man unter www.badenova.de/Innovationsfonds.

Ob Neubau oder Altbau-Sanierung - Badenova hat für jeden Haustyp die geeignete und klimafreundliche Wärmelösung. Die Wunschliste eines Eigenheimbesitzers an seine Wärmeversorgung ist umfangreich: Wirtschaftlich soll sie sein, effizient, klimafreundlich, zuverlässig, wartungsarm und das Wärmegesetz soll sie auch erfüllen. Kein Problem für Badenova.  Hier zwei Beispiele von innovativen Energielösungen:

Die Strom erzeugende Heizung
Der regionale Energiedienstleister bietet seit März 2010 die so genannten Mikro-KWK-Anlagen, sprich Strom erzeugende Heizungen an. Das „Energiepaket für zu Hause“ ist eine Systemlösung, die sämtliche Serviceleistungen wie Beratung, Planung und Förderanträge beinhaltet. Kunden erhalten das WhisperGen EU1 von sanevo und einen 800 Liter fassenden Pufferspeicher sowie alle Teile, die für den Einbau und Betrieb erforderlich sind. Die Installation durch geschultes und zertifiziertes Fachhandwerk aus der Region ist ebenfalls enthalten. Badenova kümmert sich zudem um die Rückerstattung der Steuern und die Vergütung des erzeugten Stroms. Eine Geräte-Garantie über fünf Jahre (oder 30.000 Betriebsstunden) bietet die nötige Sicherheit. Das WhisperGen ist so groß wie eine kleine Waschmaschine und basiert auf der Technik eines mit Erdgas betriebenen Stirlingmotors. Er bringt 14 Kilowatt thermische sowie ein Kilowatt elektrische Leistung. Das Gerät senkt die eigenen Stromkosten und ermöglicht die Einspeisung des überschüssigen Stroms in das öffentliche Netz.

Pellets-Lösung mit „Qube-Box“
Für Hausbesitzer mit einem Wärmebedarf von weniger als 14.000 Kilowattstunden ist z. B. die neue Pellets-Lösung von Badenova die optimale Lösung. In den beiden kommenden Heizperioden testet der regionale Energiedienstleister eine Pelletstherme mit 7 KW Leistung, die mit einem neuartigen Logistiksystem verbunden ist: Statt einen platzraubenden Pelletsbehälter im eigenen Keller zu installieren, kommt die „Qube-Box“ zum Einsatz. Sie enthält bis zu 800 Kilogramm Pellets und kann im Außenbereich aufgestellt werden. Der Vorteil: der Kunde muss sich um nichts kümmern, denn Badenova liefert eine neue Box, sobald der Vorrat erschöpft ist. Der Feldtest soll zeigen, wie die Logistik im Hintergrund organisiert werden muss, um das automatisierte Pfandsystem zu betreiben. Aktuell werden die Pellets-Lösungen eingebaut, dann kann der Feldtest beginnen. Sowohl im Neubau als auch im Sanierungsbereich sind die Geräte installiert.

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