Rust (rs) – Franz Mack, Unternehmer aus Waldkirch, Gründer des Europa-Parks, ist am Sonntag, 03. Oktober 2010, im Alter von 89 Jahren in Rust bei Freiburg gestorben.
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Franz Mack war, zusammen mit seinen Söhnen Roland und Jürgen, die treibende Kraft für den Bau und den Erfolg von Deutschlands größtem Freizeit- und Familienpark. Er wurde am 07. März 1921 als vierter Sohn von Heinrich und Theresia Mack geboren. Er schloss seine Ausbildung als Wagen- und Karosseriebaumeister ab und übernahm nach Krieg und Gefangenschaft im Jahre 1958 mit seinen Brüdern Hermann und Willi die väterliche, im Jahr 1780 gegründet Wagenbau- und Karussellfabrik in Waldkirch.
Die Weltkugel samt Wagen und dem Slogan „Die weite Welt ist mein Feld“ wurde zum Symbol der geschätzten Wertarbeit aus dem Hause Mack in Waldkirch. Zum Lieferprogramm des Unternehmens gehörten nicht nur Wohn- und Verkaufswagen, sondern auch Sonderfahrzeuge für Karussells, Go-Kart-Bahnen und mehrstöckige Geisterbahnen etc.. Zahllose, weltweit vertriebene Innovationen, wie die „Wilde Maus“, „Schweizer Bobbahn“, „Musik-Express“, „Münchner Sprungschanze“ und „Petersburger Schlittenfahrt“ stammen aus dem erfolgreichen Schwarzwälder Familienunternehmen. Dem Visionär Franz Mack, seinem Erfindergeist verdanken heute die Unternehmen Europa Park in Rust und Mack in Waldkirch eine Vielzahl von technischen Spitzenleistungen.
Auf vielen Geschäftsreisen ins Ausland hatten Franz Mack und sein ältester Sohn Roland Mack, während eines Aufenthaltes in den USA, die Idee einen Freizeitpark in Südbaden zu bauen; am 12. Juli 1975 öffnete der Europa Park klein aber fein vor dem Schloss in Rust seine Pforten. Durch seinem Sinn und seine Leidenschaft für Technik tragen heute zahlreiche Fahrgeschäfte im Park seine Handschrift, so entwickelte er neben anderem die im Jahre 1989 eröffnete Achterbahn „Eurosat“ wie auch die im Jahre 1997 in Betrieb genommene Hochgeschwindigkeits-Achterbahn „Euro-Mir“, dessen Modell er im fortgeschrittenem Alter von über 70 Jahren entwarf und entwickelte.
2006 wurde Franz Mack durch den Weltverband der Freizeitindustrie (IAAPA) bereits in die „Hall of Fame“ aufgenommen, damit steht er in einer Reihe mit Walt Disney. Ein Sprecher des Weltverbandes würdigte Franz Mack als einen der „Pioniere für den internationalen Erfolg der Freizeitparks“. Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit engagierte sich Franz Mack in einer Vielzahl von Ehrenämtern, war Förderer zahlreicher Vereine und Verbände in den Gemeinden Rust und Waldkirch und wurde mit hohen Auszeichnungen geehrt: 1984 erhielt er den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland am Bande, 1997 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland 1.Klasse. Er ist Träger der Verdienstmedaille in Gold der Stadt Waldkirch und wurde 2001 für vorbildliche, beispielhafte und herausragende Verdienste um das Gemeinwohl Ehrenbürger der Gemeinde Rust.
In Baden-Württemberg war Franz Mack eine der herausragenden Unternehmerpersönlichkeiten. „Unser Vater war für uns alle ein großes Vorbild bis in seine letzten Lebenstage. Er hat Eigenschaften wie Bescheidenheit, Fleiß, Ausdauer, Aufrichtigkeit, Emotionen oder Offenheit gelebt und damit unsere Familie und unser Unternehmen nachhaltig geprägt,“ so sein ältester Sohn Roland Mack:. Franz Mack war seit 1948 mit Liesel Mack verheiratet, die im Jahr 2004 verstarb. Er war stolzer Großvater von fünf Enkeln. Der rechtzeitige Generationswechsel im Unternehmen war für ihn sehr wichtig, heute leiten seine beiden Söhne, Roland und Jürgen, zusammen mit seinen Enkeln Michael und Thomas den Europa-Park in Rust.
Dienstag, den 05. Oktober 2010 um 13:36 Uhr
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