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Keine auffälligen Befunde im Umkreis von Fessenheim nach Vorfall am 4. April

Freiburg (af) - Die Einschätzung des Regierungspräsidiums Freiburg vom vergangenen Freitag, wonach im Zusammenhang mit dem vom KKW Fessenheim gemeldeten Vorfall der INES-Stufe 1 am 4. April keine auffälligen Messwerte zu verzeichnen sind, hat auch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bestätigt.

Das BfS teilte mit, dass am Morgen des 4. April mehrere Sonden des BfS im Raum Südbaden kurzfristige Messwerterhöhungen festgestellt hätten; Dr. Erich Wirth (BfS) führt die Messwerterhöhungen aber auf die Deposition kurzlebiger Zerfallsprodukte des natürlichen Edelgases Radon zurück. Durch den Regen würden die natürlichen Tochternuklide des Radons aus der Luft aus- gewaschen und am Boden abgelagert, wodurch sich kurzzeitig die Ortsdosisleistung (ODL) erhöhe. Sobald die Alarmierungsschwellen überschritten sind, werde dies automatisch der Rufbereitschaft des BfS gemeldet. Das BfS stelle durch Prüfungen sicher, dass jede Erhöhung der gemessenen Strahlung, die keinen natürlichen Ursprung habe, entdeckt und berichtet wird.

Laut des BfS kommen kurzzeitige Überschreitungen der Alarmierungsschwellen etwa 70 bis 90 mal pro Jahr vor. Diese Erhöhungen stellen aber keine gesundheitliche Gefährung dar.

Die Analyse des BfS deckt sich im übrigen auch mit dem Ergebnis der Prüfungen des Landesamtes für Umweltschutz und Messungen (LUBW) und des baden-württembergischen Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr (UVM). Dort wurden die radiologischen Daten von Stationen, an denen auch Niederschläge gemessen werden, analysiert. Hierdurch ließ sich ein Zusammenhang zwischen den Erhöhungen und den Niederschlägen bestätigen, der durch Regenradarbilder des Deutschen Wetterdienstes weiter untermauert wurde.

Die Geschäftsstelle des BUND Freiburg löste am vergangenen Freitag gegen 13:20 Uhr mit einer Nachricht an das Freiburger Regierungspräsidium und an die Medien durch die Überschrift „Erhöhte Strahlung nach Fessenheim „Störfall“? Irritationen aus: Unter Verweis auf die homepage des BfS, auf der alle Messstellen aufrufbar sind, wies er auf erhöhte Messwerte hin und forderte das Regierungspräsidium auf, der Sache nachzugehen: „Wenn der Störfall in Fessenheim zu einer „Freisetzung“ von Radioaktivität geführt hat, dann wäre das nach unse- rer Ansicht ein Grund, die Öffentlichkeit zu informieren“, verlautbarte die BUND-Geschäftsstelle in Freiburg. Nachdem das KKW Fessenheim den Behörden aber am 4. April einen Vorfall der niedrigsten INES-Stufe 1 (Abweichung vom normalen Betrieb der Anlage, der keine Auswirkungen auf die Umwelt hat) gemeldet hatte, war nach der Erläuterung der INES Skala jedoch nicht vom Austritt von Radioaktivität auszugehen.

Das Regierungspräsidium empfiehlt, bei solchen Fragen unmittelbar den Rat der Spezialisten beim BfS bzw. dem Landesamt für Umweltschutz und Messungen (LUBW) einzuholen.

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