Freiburg (rs) – Auf seiner letzten Sitzung in 2010 hat der Aufsichtsrat der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) unter anderem folgende Beschlüsse verabschiedet.
Der Aufsichtsrat genehmigte, wie von der Marktkommission vorgeschlagen, das Verfahren über die Ausschreibung und Vergabe der Plätze für die Wurstimbiss-Stände auf dem täglich an Vormittagen rund um das Münster stattfindenden Freiburger Wochenmarkt. Die Marktkommission (Mk) beauftragte am 01. Dezember 20101 die Geschäftsführung der FWTM, die Umsetzung von EU-Dienstleistungs-Richtlinie auf anderen Traditionsmärkten in Deutschland in Erfahrung zu bringen Auf Grund dieser Erkenntnisse wird die Mk im Laufe des Jahres 2011 eine Änderung der Marktsatzung erarbeiten und dem Gemeinderat zur Abstimmung vorzulegen.
Das Projekt „Familienfreundliche Betriebe in Freiburg“, Anfang Februar 2009 bei der FWTM-Wirtschaftsförderung eingerichtet, wird bis Februar 2014 verlängert. Ziel des Projektes ist, Freiburger Unternehmen für familienfreundliche Personalpolitik zu sensibilisieren, ein umfassendes Service- und Beratungsangebot zu schaffen und die Freiburger Akteure untereinander zu vernetzen. Das Interesse und der Bedarf sind hoch, die FWTM-Angebote werden von den Unternehmen sehr gut angenommen.
Die FWTM wird zukünftig nur eine „offene Partnerschaft“ zu allen Gästeführungen-Anbietern (Stadtführungen) in Freiburg eingehen, einen „offiziellen Partner der Stadt“ (bisher Freiburg Kultour), wird es nicht mehr geben. Die offenen Führungen sind zu festen Zeiten, an denen jeder ohne Anmeldung teilnehmen kann, als Ganz- oder Halbjahresprogramm von allen beteiligten Anbietern gemeinsam zu planen und verbindlich terminiert in einer Monatsübersicht darzustellen. Die Führungen müssen ab einer Teilnehmerzahl von sechs Personen durchgeführt werden. Für Gruppen wird eine Leistungsverzeichnis erstellt, auf das bei Anfragen verwiesen wird. Die Anbieter verpflichten sich, die Qualität zu sichern und für die Gästeführer regelmäßige Fortbildungen anzubieten.
Die Forderung nach einem touristischen Fußgängerleitsystem in der Freiburger Innenstadt wird ausdrücklich unterstützt. Den Zuschlag für die Konzeption hat die Firma GEO-PLAN aus Bayreuth erhalten. Das Konzept wird in der nächsten Sitzung des FWTM-Aufsichtsrates zur Beschlussfassung
vorgestellt. Die Kosten werden von der FWTM aber auch von den städtischen Ämtern getragen.
Die seit einiger Zeit diskutierte Einführung einer Tourismus-Card in Freiburg, wird nicht empfohlen. Die touristisch relevanten Freizeiteinrichtungen sind in Freiburg räumlich nahezu alle auf die Innenstadt konzentriert und damit übersichtlich und bequem zu Fuß erreichbar. Empfohlen wird dagegen die Möglichkeit eines kombinierten Tourismus-Card-Angebotes für Stadt und Region, die großräumige Umsetzung eines Nahverkehrs- und Tourismuskonzeptes zu prüfen, z.B. die Zusammenarbeit mit der „Hochschwarzwaldcard“ und grenzüberschreitend für die trinationale Metropolregion Oberrhein.
Die Durchführung eines Flohmarkts in der Freiburger Innenstadt wurde aufgrund zahlreicher insbesondere technischer Einwände abgelehnt. Die Veranstaltungsplätze in der Innenstadt wie Münster-, Rathaus-, Kartoffelmarkt- und Augustinerplatz sollen auch zukünftig nur für gemeinnützige, politische, kulturelle und soziale Veranstaltungen reserviert bleiben.
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Dienstag, den 21. Dezember 2010 um 17:53 Uhr
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