Badenweiler (kf) - Als dritte namhafte Gemeinde nach Neuenburg und Bad Krozingen macht nun auch Badenweiler (4000 EW) von der neu geschaffenen Möglichkeit Gebrauch, Anteilseigner und damit Gesellschafter des regionalen Energie- und Umweltdienstleisters badenova zu werden.
Einen entsprechenden Beschluss hat der Gemeinderat von Badenweiler am Montagabend (08. 11.) gefasst.
Mit Badenweiler haben sich inzwischen schon ein Dutzend Städte und Gemeinden zwischen Hochrhein und Nordschwarzwald für dieses neue und bundesweit einmalige Beteiligungsmodell entschieden. Neben den erwähnten Markgräflerland-Kommunen sind dies unter anderem auch Rust (Lkr. Ortenau), Löffingen (Lkr. Breisgau-Hochschwarzwald), Lauchringen (Lkr. Waldshut) oder Gengenbach (Lkr. Ortenau). Badenweiler nutzt die neue Möglichkeit, Kommanditanteile an badenova zu zeichnen und damit künftig mit Sitz und Stimme in der Gesellschafterversammlung und im Kommunalbeirat vertreten zu sein.
Außerdem profitiert Badenweiler mit seiner Kommanditeinlage von 200.000 Euro und einer zusätzlichen stillen Beteiligung von 400.000 Euro künftig durch die anteilige jährliche Gewinnausschüttung auch vom wirtschaftlichen Erfolg der badenova.
Bürgermeister Karl-Eugen Engler begründete das Engagement seiner Kommune: „Badenweiler und badenova verbindet seit Jahrzehnten eine erfolgreiche, enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Aus dieser langjährigen Partnerschaft wissen wir, dass wir es mit einem zuverlässigen Partner zu tun haben. Bei „kompas“ handelt sich um ein ökonomisch vielversprechendes Beteiligungsmodell und eine im Vergleich attraktive Geldanlage.“ Engler nannte noch weitere Gründe, die ihn und den Gemeinderat von Badenweiler bewogen haben, die Beteiligung an Badenova einzugehen. Gemeindeverwaltung und Gemeinderat sehen darin unter anderem auch eine Stärkung der kommunalen Mitbestimmungs- und Mitgestaltungsmöglichkeiten.
Das von badenova unter Mitwirkung von Bürgermeistern aus der Region entwickelte Modell kompas (Kommunale Anteilspartnerschaft) sieht vor, dass jede Gemeinde, welche badenova eine Erdgas- oder Stromkonzession erteilt hat, Mitgesellschafter von badenova werden kann. Die Höhe der Gesellschaftsanteile bemisst sich nach dem Wert der Konzessionen, der nach einem einheitlichen Schlüssel auf der Basis einer betriebswirtschaftlich unterlegten Methode, für alle Kommunen gleich ermittelt wird. Diesen Wert können interessierte Kommunen dann auf freiwilliger Basis auch noch um das bis zu Zweifache durch eine stille Beteiligung aufstocken. Für diese stille Beteiligung wird eine attraktive Mindestrendite garantiert.
Möglich wird dies, weil die im Besitz der Kommunen befindliche Thüga AG und die Stadt Freiburg zusammen rund acht Prozent ihrer Anteile abgeben. Diese freien Gesellschaftsanteile stehen nun neuen Gesellschafterkommunen im Modell Kompass zur Verfügung.
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Donnerstag, den 11. November 2010 um 08:31 Uhr
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