Freiburg / Bad Krozingen (kg) - Der Gemeinderat von Bad Krozingen hat sich in öffentlicher Sitzung mit deutlicher Mehrheit für eine Beteiligung am regionalen Energiedienstleister badenova entschieden.
Bad Krozingen will für rund 1,7 Millionen Euro KG-Anteile zeichnen und für weitere 3,5 Millionen eine stille Beteiligung eingehen. „Damit nehmen wir unsere Verantwortung für die kommunale Energieversorgung wahr“, erklärte Bürgermeister Ekkehart Meroth.
Bad Krozingen entschied sich damit für das weitestgehende finanzielle Engagement, das über das kommunale Beteilungsmodell „kompas“ bei badenova möglich ist. Die Höhe der möglichen Beteiligung errechnet sich aus dem Gaszählerschlüssel, der aus der Erdgaskonzession ermittelt wird, die Bad Krozingen an badenova vergeben hat.
Für die 17.000 Einwohner-Stadt im Markgräflerland gaben vor allem die ökonomischen Perspektiven, aber auch die Mitwirkungsmöglichkeiten bei der Gestaltung der Energiezukunft der Region den Ausschlag für das Engagement bei badenova. Bürgermeister Meroth lobte die „hervorragende Vorbereitung“ der Gemeinderatsentscheidung durch Stadtkämmerer Christian Thomann, der „sämtliche Szenarien und Eventualitäten“ durchgerechnet und gegenübergestellt habe. So sei die dauerhafte Wirtschaftlichkeit der Investition von über fünf Millionen Euro deutlich geworden, obwohl die gesamte Summe über Kredit finanziert werden soll. Diese Kreditsumme finanziert sich mit Zins und Tilgung aus der künftigen Gewinnbeteiligung an badenova und könne deshalb als rentierliche Investition separat im Haushalt ausgewiesen werden.
Bad Krozingen gehört zusammen mit Neuenburg, Klettgau, Stegen und Gottenheim zu den ersten Kommunen im Südwesten, die von der neuen Möglichkeit Gebrauch machen, zusätzliche kommunale Anteilseigner an badenova zu werden. Zwei weitere Gemeinden haben sich ebenfalls bereits – allerdings bisher noch nichtöffentlich – für die Beteiligung entschieden, so dass der Kreis der kommunalen Gesellschafter von badenova sich binnen weniger Monate bereits um sieben Gemeinden vergrößert hat.
„badenova ist seit Jahrzehnten ein bewährter und zuverlässiger Partner von bad Krozingen. Wir haben großes Vertrauen in die Leistungskraft und sind gleichzeitig als Kommune selbst bereit, gegenüber unseren Bürgern in die Verantwortung für die Energieversorgung mit einzutreten“, so begründete Bürgermeister Ekkehart Meroth das Engagement.
Das von badenova unter Mitwirkung von Bürgermeistern aus der Region entwickelte Modell „kompas“ (Kommunale Anteilspartnerschaft) sieht vor, dass jede Gemeinde, welche badenova eine Erdgas- oder Stromkonzession erteilt hat, Mitgesellschafter von badenova werden kann. Die Höhe der Gesellschaftsanteile bemisst sich nach dem Wert der Konzessionen, der nach einem einheitlichen Schlüssel auf der Basis einer betriebswirtschaftlich unterlegten Methode, für alle Kommunen gleich ermittelt wird. Diesen Wert können interessierte Kommunen dann auf freiwilliger Basis auch noch um das bis zu Zweifache durch eine stille Beteiligung aufstocken. Für diese stille Beteiligung wird eine attraktive Mindestrendite garantiert.
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Mittwoch, den 29. September 2010 um 00:00 Uhr
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