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ZDF-Politbarometer Januar II 2011 - Auszug


Mainz (zdf / rs) – Der Deutsche Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg stand diese Woche (04. KW) im Zusammenhang mit verschiedenen Vorfällen bei der Bundeswehr in der Kritik. Dennoch sind im ZDF-Politbarometer Januar II 2011 knapp zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) der Meinung, er mache bei der Klärung dieser Vorfälle seine Sache eher gut, eine Einschätzung, die von den Anhängern aller Parteien jeweils mehrheitlich geteilt wird.

24 Prozent bescheinigen ihm dagegen im Umgang mit diesen Krisen eher schlechte Arbeit. Zwar erhält K.-Th. zu Guttenberg auch weiterhin auf der Liste der zehn wichtigsten deutschen Politikerinnen und Politiker die beste Bewertung und bekommt nach Sympathie und Leistung auf der Skala von +5 bis -5 auf einen Durchschnittswert von 1,9. Im Vergleich zu Anfang Januar (2,5) hat zu Guttenberg sich damit aber deutlich verschlechtert.

Auf Platz zwei liegt Bundeskanzlerin Angela Merkel mit 1,3 (unverändert), sie hat mit Frank-Walter Steinmeier, der jetzt auf 0,9 (Jan. I: 1,3) kommt, die Plätze getauscht. Danach Ursula von der Leyen mit 0,8 (Jan. I: 1,0) und Wolfgang Schäuble mit unveränderten 0,6. Horst Seehofer konnte mit 0,2 (Jan. I: 0,3) zwei Plätze gut machen, ihm folgt punktgleich und mit Unterschieden nur im Hundertstelbereich Renate Künast mit 0,2 (Jan. I: 0,4).
In Rang und Bewertung zurückgefallen ist Sigmar Gabriel auf Platz acht mit 0,0 (Jan. I: 0,5). Im Negativbereich der Skala liegen wieder Gregor Gysi mit minus 0,8 (unverändert) und Guido Westerwelle mit minus 1,6 (Jan. I: minus 1,5).

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, könnte die CDU/CSU erneut zulegen, während die SPD an Zustimmung einbüßte: In der Politbarometer-Projektion, die längerfristige Überzeugungen und Bindungen an die Parteien sowie koalitionstaktische Überlegungen berücksichtigt, käme die CDU/CSU auf 36 Prozent (plus 1), die SPD auf 27 Prozent (minus 2), die FDP auf 5 Prozent (unverändert), die Linke auf 8 Prozent (unverändert) und die Grünen auf 19 Prozent (plus 1). Die sonstigen Parteien zusammen lägen bei 5 Prozent (unverändert). Somit hätten weder Schwarz-Gelb noch Rot-Grün zurzeit eine Regierungsmehrheit.

Die Umfragen zum Politbarometer wurden von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen in der Zeit vom 25. bis 27. Januar bei 1.336 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch durchgeführt.. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Parteianteil von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Parteianteil von 10 Prozent rund +/- zwei Prozentpunkte. Daten zur politischen Stimmung: CDU/CSU: 40 Prozent, SPD: 28 Prozent, FDP: 4 Prozent, Linke: 7 Prozent, Grüne: 19 Prozent.
Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am Freitag, 11. Februar 2011.

 

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