Freiburg (af) - Das Psychologische Institut der Universität Freiburg und das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) führen ab dem 15. April 2011 ein Kooperationsprojekt durch, in dem Forscher aus der Psychologie und den Ingenieurswissenschaften zusammenarbeiten.
Im Jahr 2020 sollen eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen fahren. Der benötigte Strom soll vorwiegend aus erneuerbaren Energiequellen stammen, deren Produktivität jedoch aufgrund ihrer Wetterabhängigkeit schwankt. Um ein Elektrofahrzeug dann laden zu können, wenn viel Energie im Netz ist, werden so genannte „intelligente Lademanagementsysteme“ entwickelt. Der Autofahrer gibt bei seiner Ankunft zu Hause in das System Angaben zu seiner nächsten geplanten Fahrt wie Abfahrtszeit und Fahrstreckenlänge ein. Die sich ergebende Zeitspanne wird genutzt, um das Auto optimiert zu laden, wobei das intelligente System entscheidet, wann die Energie aufgenommen wird.
Für den Autofahrer verändert sich dadurch der Mobilitätsalltag: Das Ladesystem ist darauf angewiesen, dass die nächste Fahrt geplant wird. Das Psychologische Institut der Universität Freiburg und das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) führen ab dem 15. April 2011 ein Kooperationsprojekt durch, in dem Forscherinnen und Forscher aus der Psychologie und den Ingenieurswissenschaften zusammenarbeiten. Der Schwerpunkt liegt auf den Veränderungen, die sich durch die Elektromobilität und die intelligenten Ladesysteme für den Autofahrer ergeben.
Die Mobilitätsstudie untersucht, inwieweit die eigene Mobilität planbar ist. Zwei Wochen lang planen Testpersonen ihre nächsten Fahrten. Ein GPS-Tracker zeichnet das reale Mobilitätsverhalten mit dem eigenen Fahrzeug auf und analysiert Abfahrtszeiten, Standzeiten und Streckenlängen. Die Daten werden dabei anonymisiert und streng vertraulich behandelt. Ein Fragebogen erfasst neben diesen Fahrdaten die Bedürfnisse der Autofahrer, die erwarteten Einschränkungen und die Möglichkeiten durch Elektromobilität.
Die Ergebnisse der Studie liefern Erkenntnisse über die Akzeptanz und Attraktivität von Elektromobilität und fließen direkt in die Entwicklung zukünftiger Ladesysteme ein, um diese nuzterorientiert zu gestalten.
Interessierte Autofahrerinnen und Autofahrer haben die Möglichkeit, an der Studie teilzunehmen. Versuchspersonen mit eigenem Auto werden noch gesucht. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhält eine eigene Mobilitätsanalyse, jeder fünfte gewinnt darüber hinaus 50€.
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Montag, den 18. April 2011 um 09:06 Uhr
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