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Frauenleben im Schwenningen des 19. Jahrhunderts

Villingen-Schwenningen - Am Samstag, 3. September, entführte Renate Krüger die Besucher des Heimat- und Uhrenmuseums in das Schwenningen vergangener Jahrhunderte.

Anhand der Ausstellungsstücke erläuterte sie das Leben, Wirken und Werken der Frauen in der Vergangenheit. Nicht nur den Haushalt und die Kinder hatte die Schwenningerin von damals zu versorgen. Sie stand auch von morgens bis spät abends ihrem Mann tatkräftig bei der bäuerlichen Arbeit zur Seite. Neben Hausfrau, Mutter, Magd und Melkerin war sie auch Krankenschwester, Altenpflegerin und Hebamme. Sie brachte ihren Töchtern alles bei, was auch sie von ihrer Mutter gelernt hatte.

Im Winter, wenn es auf dem Feld und im Wald nichts mehr zu tun gab, hatten die Frauen Zeit, ihre Kleidung und die der Kinder und des Mannes in Ordnung zu bringen. Um eine vollständige Tracht herzustellen, benötigte eine Frau mehr als ein Jahr. Allein das Plissieren des Rockstoffes, der Schürze und der Ärmel des Hemdes dauerte viele Arbeitsstunden.

Mühselig war auch das Kochen und Backen, doch sicherlich nicht weniger schmackhaft. Dies können die Besucher selbst erfahren, indem sie von einem Kuchen kosten, den Renate Krüger nach einem über 140 Jahre alten Rezept gebacken hat.

Heimat- und Uhrenmuseum, Kronenstraße 16, 78054 Villingen-Schwenningen.

Fotos: Heimat- und Uhrenmuseum

 

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