Freiburg (kf) - „FrauenSTÄRKEN im Quartier“ heißt ein Projekt, das dieser Tage in Freiburg an den Start geht. Es bietet insbesondere Frauen und jungen Müttern mit Zuwanderungsgeschichte in ausgewählten Stadtteilen Treffpunkte als Anlaufstelle und Kontaktraum.
Projektträger ist die Stadt Freiburg/Büro für Migration und Integration.
Finanziert wird „FrauenSTÄRKEN“ bis Juni 2012 durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen des Programms „XENOS – Integration und Vielfalt“ des Europäischen Sozialfonds (ESF). Es zählt damit zum Kreis innovativer Modellvorhaben, die Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Diskriminierung nachhaltig entgegenwirken und die Integration von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in die Gesellschaft und die Arbeitswelt unterstützen.
Gegenüber der Presse zeigte sich Bürgermeister Ulrich von Kirchbach heute zufrieden über den Projektstart: „Ich freue mich, dass unser Konzept das Ministerium überzeugt hat. Es gibt uns die Möglichkeit, in den Stadtteilen Migrantinnen gezielt anzusprechen und ihnen Kommunikations- und Bildungsangebote zu machen. Frauen spielen eine zentrale Rolle für eine erfolgreiche, nachhaltige Integration, und für Freiburg bedeutet die Teilnahme am XENOS-Programm einen Quantensprung in der Integrationspolitik“. 2
Schwerpunkt des XENOS-Programms ist die Entwicklung, Erprobung und Umsetzung von innovativen Konzepten mit dem Ziel, Benachteiligung durch mangelnde Bildung zu überwinden sowie berufliche Schlüsselqualifikationen und interkulturelle Handlungskompetenzen zu fördern. Es wendet sich stadtteilbezogen vor allem an Frauen mit Zuwanderungsgeschichte, die in benachteiligenden Verhältnissen leben. Ihre Situation ist häufig gekennzeichnet durch unzureichende Kenntnisse der deutschen Sprache, geringe formale Bildung, mangelnde berufliche und persönliche Entwicklungsperspektiven, geringe soziale Kontakte zu deutschen Familien und eine starke Ausrichtung auf tradierte Rollenmuster und auf den Kern der Familie.
Das Projekt „FrauenSTÄRKEN im Quartier“ ist aus insgesamt 800 beantragten Vorhaben als eines von 253 ausgewählt worden. Es umfasst kostenlose Treffpunktangebote für Frauen in vorhandenen Einrichtungen, die dafür Räume zur Verfügung stellen. Zehn Treffpunkte in acht Stadtteilen mit hohem Migrantinnenanteil öffnen dieser Tage ihre Pforten. Eine kompetente Leiterin, die selbst Migrationserfahrungen mitbringt, steht jeweils als Ansprechpartnerin zur Verfügung.
Die Treffpunkte bieten einen Rahmen zur persönlichen Orientierung, beruflichen Weiterentwicklung oder zur Planung des beruflichen (Wieder-)Einstiegs. Die Frauen können sich im Treffpunkt austauschen, miteinander ins Gespräch kommen und neue Kontakte knüpfen. Das Angebot der Treffpunkte wird gemeinsam mit den Teilnehmerinnen entwickelt. Es berücksichtigt Anregungen und Wünsche und bietet Raum und Möglichkeiten, eigene Ideen einzubringen.
Die Teilnahme an Kursen, Trainingsangeboten, Vorträgen und anderen Veranstaltungen ist in der Regel kostenlos. Während der Öffnungszeiten wird eine Kinderbetreuung angeboten.
„FrauenSTÄRKEN“ gibt es in folgenden Stadtteilen:
• Landwasser: Haus der Begegnung, Habichtweg 48, mittwochs 9.30 bis 12.30 Uhr (Eröffnung 1. Dezember), • Betzenhausen-Bischofslinde: Franz-Hermann-Haus, Sundgauallee 8, donnerstags 14 bis 17 Uhr (Eröffnung 2. Dezember), • Brühl-Beurbarung: Stadtteiltreff, Tennenbacher Straße 36, dienstags 9.30 bis 12.30 Uhr (Eröffnung 23. November), 3 • Zähringen: Zähringer Treff, Alban-Stolz-Straße 18, dienstags 15.30 bis 18.30 Uhr (Eröffnung 23. November), • Stühlinger: Interkulturelle Teestube, Fehrenbachallee 50, dienstags 9 bis 12 Uhr (Eröffnung 16. November), • Littenweiler: Gemeindehaus der Auferstehungsgemeinde, Kappler Straße 25, dienstags 9 bis 12 Uhr (Eröffnung 7. Dezember), • Rieselfeld: Glashaus, Maria-von-Rudloff-Platz 2, mittwochs 9.30 bis 12.30 Uhr (Eröffnung 15. November), • Weingarten: Mehrgenerationenhaus, Sulzburger Straße 18, montags 9.30 bis 12.30 Uhr (Eröffnung 6. Dezember), • Haslach: Stadtteiltreff, Melanchthonweg 9b, dienstags 9.30 bis 12.30 Uhr (Eröffnung 30. November) und • Unterwiehre: Haus Langemarckstraße, Langemarckstraße 97, mittwochs 9.30 bis 12.30 Uhr (Eröffnung 17. November).
Träger der Treffpunkte ist ein Netzwerk aus Caritas, Diakonie, Verein Südwind, Nachbarschaftswerk Freiburg, Erwachsenenbegegnungsstätte Weingarten und Verein K.I.O.S.K. im Rieselfeld, die alle Erfahrungen aus der Stadtteil- und Migrationsarbeit mitbringen. Das städtische Büro für Migration und Integration koordiniert das Projekt.
Bei einem vom Bund genehmigen Gesamtvolumen von 390.000 Euro stellen Bund und ESF 273.000 Euro, also 70 Prozent für das Projekt zur Verfügung. Die Stadt Freiburg und die beteiligten Träger übernehmen einen Komplementäranteil von 117.000 Euro.
Das Informationsfaltblatt „FrauenSTÄRKEN im Quartier“ ist in den beteiligen Treffpunkten erhältlich sowie im Büro für Migration und Integration, Uhlandstraße 4. Außerdem kann man es im Internet unter www.freiburg.de/frauenstaerken herunterladen. Ansprechpartnerin ist Evelyn Gierth, 0761/201-3058,
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Freitag, den 12. November 2010 um 15:08 Uhr
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