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Masern im Schwarzwald-Baar-Kreis

Villingen-Schwenningen/Freiburg (af) - Das Gesundheitsamt informiert, dass im Schwarzwald-Baar-Kreis aktuell mehrere Masernerkrankungen aufgetreten sind.
Masern waren früher eine sehr verbreitete Kinderkrankheit und die häufigste Todesursache im Kindesalter.
Das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte Ziel, die Masern bis zum Jahr 2010 weltweit auszurotten, konnte leider bislang nicht erreicht werden. Im Gegenteil - die Zahl der Erkrankten steigt in Deutschland seit 2009 wieder an. Wurden 2009 bundesweit 571 Krankheitsfälle registriert, waren es 2010 bereits 780. Das Regierungspräsidium Stuttgart hat in einer Pressemitteilung vom 12.04.2011 darauf hingewiesen, dass im laufenden Jahr bis zum 11. April 2011 in Baden-Württemberg bereits107 Masernfälle gemeldet wurden. Dies sind fast siebenmal so viele Erkrankungen wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Trotz der Bemühungen des Gesundheitsamtes alle ungeschützten Kontaktpersonen für die Zeit einer möglichen Ansteckungsgefahr zu isolieren, ist eine weitere Ausbreitung nicht auszuschließen.
Die Übertragungsgefahr ist sehr hoch und die Infizierten sind bereits 5 Tage vor Auftreten des Ausschlags ansteckend. Da eine ursächliche Behandlung nach einer Infektion nicht mehr möglich ist, kann es auch heute noch zu schwerwiegenden Verläufen kommen. Eine Hirnbeteiligung tritt in etwa bei 0,1% der Patienten auf und kann zu einer lebenslangen Behinderung mit allen entsprechenden Folgen oder sogar tödlich enden. Zunehmend erkranken auch Erwachsene, bei denen der Krankheitsverlauf in der Regel schwerwiegender und auch komplikationsreicher ist als bei Kindern und Jugendlichen. Man sollte diese „Kinderkrankheit“ also auf keinen Fall als harmlos abtun.
Der beste Weg, sich und andere vor Masern zu schützen, ist eine Impfung. Ein sicherer Infektionsschutz kann erst durch insgesamt zwei Masernimpfungen erreicht werden.
Das Gesundheitsamt rät deshalb aus aktuellem Anlass allen Eltern, den Impfschutz ihrer Kinder durch den behandelnden Arzt überprüfen zu lassen und gegebenenfalls versäumte Impfungen nachzuholen. Auch alle erwachsenen Personen, die nach 1970 geboren sind und in der Kindheit nicht mit Sicherheit an Masern erkrankt waren, sollten ihren Impfstatus überprüfen und fehlende Impfungen nachholen lassen.
Weitere Informationen können auf der Internetseite des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis unter www.schwarzwald-baar-kreis.de abgerufen werden.

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