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Schlüsselrolle für die Profession Pflege - 12. Bad Krozinger Pflege-Management-Seminar

Bad Krozingen (ml) – Über 300 Führungskräfte aus ganz Deutschland waren der Einladung des Herz-Zentrums Bad Krozingen zum 12. Pflege-Management-Seminar gefolgt. Einem visionären Ausblick über die Weiterentwicklung der Gesundheitswirtschaft folgten praktische Anstöße für die Wahrnehmung der auf die Pflege zukommenden Schlüsselrolle.

 

Der Pflege AWARD 2011 wurde verliehen an Frau Birgit S. Etzel-Sennenwald, Direktorin für Pflegedienst und Pflegeforschung an der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg. In seiner Laudatio würdigte Pflegedirektor Peter Bechtel die von der ausgezeichneten Pflegedirektorin entwickelten innovativen Konzepte zur Entwicklung einer ganzheitlichen Patientenbetreuung. Die Preisträgerin legte wert darauf, die Auszeichnung stellvertretend für alle in der Pflege engagierten Mitarbeiter entgegenzunehmen. Im Rahmen einer Dankesrede appellierte sie an die anwesenden Vertreter der Pflege, sich in Zukunft selbstbewusster und offensiver darzustellen und damit die Schlüsselrolle der Pflege deutlich zu machen.

 

 

Der Zukunftsforscher Erik Händeler beschrieb in seinem Eröffnungsvortrag, wie der heute vorhandene Mangel an Gesundheit im körperlichen und psychosozialen Sinne immer mehr zum Flaschenhals der Produktivität wird. Erhaltung der Gesundheit und die Förderung eines gesunden Sozialverhaltens werden damit zu zentralen Wachstumsmotoren. Die den Ausführungen zugrunde liegende Kondtratieff-Theorie beschreibt, wie Gesundheit neu organisiert werden muss und in der Wissensgesellschaft die Vernetzung von Wissen sowie die Erhaltung von Bildungskapital zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil wird. Die sich daraus für die Profession Pflege ergebenden Chancen wurden von Professor Dr. Heinz, Vorsitzender der Initiative Gesundheitswirtschaft, herausgearbeitet. Die steigende Patientensouveränität wird gerade in Kliniken zunehmende Prozessorientierung einfordern.

 

Die Profession Pflege ist aufgrund der Nähe zu den Patienten geradezu prädestiniert in der neuen Welt der Markenmedizin, die Rolle des Prozess-Steuerer zu übernehmen, und damit die Qualität der Patientenversorgung abzusichern: „Je besser die Prozesse organisiert sind, desto mehr Zeit steht für den Patienten zur Verfügung.“ In einem ausgesprochen lebendigen Vortrag hat die Kommunikationstrainerin Antje Siegel praktische Hilfestellung für mehr Homor in der Pflege gegeben. Gerade im Kontakt mit Patienten kommt es auf die Signale an, die jemand aussendet. „Lachen schafft Beziehungen“ betont die auch als Klinikclown auftretende Kommunikationsexpertin und ergänzt: „Für ein Lachen, das auch still sein kann, braucht es nur ein kleines Stück Offenheit“.

 

Der Diplom-Pädagoge Mario Gottwald beschrieb in seinen Ausführungen zu den personalpolitischen Herausforderungen im demografischen Wandel, wie die Selbstpflege gerade bei einer Tätigkeit in der Pflege zur Schlüsselkompetenz wird. Dazu gehört ein adäquater Umgang mit den eigenen Ressourcen und die Fähigkeit, seine eigene Gesundheit zu erhalten. Ein dazu passendes praktisches Beispiel von lebensphasengerechtem Arbeiten beschrieb Pflegedirektor Josef Hug vom Klinikum Karlsruhe.

 

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