Freiburg (af) – Als erste Klinik in Baden-Württemberg setzt das in den Regionalverbund kirchlicher Krankenhäuser (RkK) integrierte Freiburger Loretto-Krankenhaus bei den hoch sensiblen Operationen an der Wirbelsäule auf die neue Technik O-arm® der Firma Medtronic.
Das speziell für die Wirbelsäulenchirurgie entwickelte Bildgebungssystem verbindet die Vorteile von Röntgen, Computertomographie und Navigation in einem einzigen System und reduziert die Strahlenbelastung der Patienten um bis zu 50 Prozent. Zu erleben ist die für Präzision in der Implantatplatzierung stehende Technologie beim Tag der offenen Tür des Loretto-Krankenhauses am Samstag, 7. Mai von 10 bis 17 Uhr.
In Deutschland leiden über 22 Millionen Menschen an anhaltenden Rückenschmerzen. Viele Betroffene scheuen immer noch die oft erforderlich chirurgische Behandlung der Ursachen. Dabei stehen heute immer mehr schonende Behandlungsoptionen und, mit der neuen O-arm®- Technologie, auch Medizintechnik zur Verfügung, die den Operateur während der Operation bei der präzisen Lenkung seiner Instrumente unterstützt. In 3D-Qualität können Bewegungen der Instrumente im Millimeterbereich genauestens überwacht und noch während der Operation permanente Einblicke in den Körper und eine unmittelbare Kontrolle des Behandlungserfolgs vorgenommen werden. Dies erspart dem Patienten eine weitere Strahlenbelastung durch Computertomographie nach der Operation ebenso wie eventuell fällige Folgeeingriffe. „Gerade für Fusionsoperationen mit einbringen von Schrauben und Stäben in minimalinvasiver Technik ist die neue Technik ein Segen“, bestätigt Chefarzt Dr. Frank Hassel die Vorteile für die Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie am Loretto-Krankenhaus.
Das mobile Bildgebungssystem O-arm® – es umschließt den Patienten wie ein O – erlaubt zweidimensionale und dreidimensionale Aufnahmen sowie Durchleuchtung (Fluoroskopie) des Patienten während der Operation, ohne dass dieser seine Position ändern muss. Der ringförmige Teil des O-arm® mit seiner hoch auflösenden Röntgenkamera wird dabei von einer patentierten Schwenkvorrichtung für Aufnahmen immer wieder genau in Position gebracht. Der O-arm® macht mit seinem 30 mal 40 Zentimeter großen Flachbild-Detektor eine 360°-Bildfolge aus 391 Einzelaufnahmen in 13 Sekunden. Anschließend braucht das System rund 20 Sekunden, um die Aufnahmen zu dreidimensionalen Bildern der Körperpartie des Patienten zu rekonstruieren und diese auf einem Bildschirm mit 30 Zoll Bildschirmdiagonale zu projizieren. Alle Bewegungen des Gerätes wie das Geschehen auf dem Bildschirm lassen sich aus dem sterilen Bereich direkt vom Operateur steuern.
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Freitag, den 15. April 2011 um 10:28 Uhr
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