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Pharmahändler in March bei Freiburg verhaftet


Mainz / Freiburg (rs) – Die Staatsanwaltschaft Mannheim ermittelt bereits seit Jahren gegen Hans R. aus der Gemeinde March bei Freiburg wegen des Verdachts, gefälschte Arzneimittel auf den deutschen Markt geschleust zu haben.

Gesprächs-Dokumentationen zur ZDF-Sendung „Frontal 21“ am 18. Januar lieferten Beweise, der Pharmahändler Hans R. konnte nun verhaftet werden.

„Aufgrund von 'Frontal 21'-Recherchen hat die Staatsanwaltschaft Mannheim gegen den Pharma-Händler einen Haftbefehl vollstreckt. Der Haftgrund: Verdunkelungs- und Fluchtgefahr. Zudem wurde ein Durchsuchungsbeschluss vollzogen und die Wohnräume des Pharma-Händlers durchsucht", erklärte Staatsanwalt Peter Lintz gegenüber dem ZDF. Die ´Frontal 21´-Reporter hatten mit versteckter Kamera dokumentiert, wie R. und ein weiterer Pharma-Unternehmer versucht hatten, den Zeugen ihrer Machenschaften, einen früheren Geschäftspartner, mundtot zu machen. Der Kronzeuge hatte den Handel mit illegalen Medikamenten offen gelegt. Die Betrugsabteilung der AOK (Allgemeine Ortskrankenkasse) und die Staatsanwaltschaft ermittelten seither gegen beide Pharmahändler.

Die Reporter waren zum Schein auf das Angebot eingegangen, gegen Honorar den Kronzeugen zu diffamieren. Nachdem das Geld überwiesen worden war, dokumentierten sie die Treffen mit versteckter Kamera und in Wortprotokollen. Darin berichtete einer der beiden Pharma-Händler, er habe den Zeugen tagelang von Detektiven observieren lassen. Hans R. äußerte laut Wortprotokoll bei einem der Treffen über den Zeugen: "Wenn ich wüsste, ich müsste bald sterben, dann würde ich ihn vorher noch umbringen."

"Frontal 21" veröffentlichte den Fall in der Sendung am 18. Januar 2011.

 

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