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Mit Gummiarm und Thoraxtorso

Freiburg (rs) - Im Freiburger Studierenden-Trainingszentrum (Studitz), dem Skills Lab der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg können Medizinstudierende seit 2007 ihre praktischen Fertigkeiten in aller Ausführlichkeit unter Anleitung von Ärzten trainieren – ohne Stress und Leistungsdruck.

Es wird komplett aus Studiengebühren finanziert, die Kurse sind kostenlos.

Hier kann in aller Ruhe vieles von dem geübt werden, was sonst an realen Patienten versucht wird, beispielsweise: Wie werden Wunden richtig genäht? Was ist beim Abhören der Lunge zu beachten? Wie wird ein Ultraschallgerät gehandhabt? etc. Ob Gummiarm, Thoraxtorso oder Reanimationspuppe, die Kunststoffmodelle sind duldsame Objekte.

„Der Patient profitiert kolossal von unserer Einrichtung, weil zum Beispiel Venenpunktionen nicht erst an ihm geübt werden, sondern an einem Arm aus Kunststoff, in den kleine Schläuche mit roter Flüssigkeit eingearbeitet sind," so Dr. Sabine Diwo, ärztliche Leiterin des Studitz, hauptberuflich Anästhesistin am Freiburger Universitätsklinikum. „ein Gummiarm kennt keinen Schmerz,“

Seit November kann das Kurs-Angebot erweitert werden, der Förderverein Alumni Freiburg e.V., er unterstützt aktiv Forschung und Lehre an der Albert-Ludwigs-Universität, spendete ein gebrauchtes Ultraschall-Gerät im Wert von 2.000 Euro.

„Skills Labs sind aus der universitären medizinischen Ausbildung nicht mehr wegzudenken“, meint Sabine Diwo. „Sie bieten eine Gelegenheit, das, was in Kursen zuvor erlernt wurde, in aller Ruhe eigenständig zu üben. Wenn man da als Universität nicht mitmacht, ist man nicht nur nicht auf der Höhe der Zeit, sondern fällt hinten runter. Bei uns gibt es keine Scheine, dafür aber Kenntnisse – und die sind am wichtigsten. Feste Räumlichkeiten sind unser dringendster Wunsch, dann könnten wir das Angebot noch weiter ausbauen. An Bedarf und Ideen mangelt es im Studitz jedenfalls nicht.“ Bisher werden Räume im Lehrgebäude an der Elsässer Straße abends stundenweise genutzt, die Modelle und medizinischen Geräte müssen jeden Tag vor Kursbeginn auf- und danach wieder abgebaut werden, was die teuren Utensilien sehr strapaziert. In Deutschland gibt es mehr als 30 solcher Skills Labs, in Münster und Mannheim gibt es regelrechte Lehr- und Lernkrankenhäuser.  Fotorechte: Universitätsklinikum Freiburg

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