Freiburg (rs) – Am Abend des 27. November 1944 fielen Bomben auf Freiburg, das bis dahin weitgehendst verschont geblieben war und zerstörte große Teile des Stadtkerns, Gebäude rund um das Freiburger Münster.
Kurz vor dem 66. Jahrestag der Zerstörung Freiburgs wird am Donnerstag, dem 25. November um 19.30 Uhr im Schlossbergsaal des Südwestrundfunks (SWR) Studios Freiburg, Kartäuserstraße 45, die neu bearbeitete und produzierte DVD-Fassung des Films „Zerstörung, Wiederaufbau, Alltag: Freiburg 1940-1950“ erstmals öffentlich vorgeführt. Der Eintritt ist frei.
Die Aufnahmen, Bilder der Stadt Freiburg vor und nach der Kriegszerstörung, stammen von dem Freiburger Textilingenieur Rudolf Langwieler (1899-1982), einem leidenschaftlichen Hobbyfilmer. Möglicherweise wurde Langwielers Interesse am Medium Film durch den Freiburger (Ebneter) Regisseur und Kameramann Sepp Allgeier gefördert, der 1939 für kurze Zeit sein Hausnachbar war. Der in mehreren Etappen entstandene rund 40-minütige Film war bereits 1950 auf Betreiben des damaligen Oberbürgermeisters Wolfgang Hoffmann in einer Sonntagsmatinee der Theaterlichtspiele sowie 1970 zum 850. Stadtjubiläum zu sehen.
Das wertvolle Zeitdokument, seit 1973 im Freiburger Stadtarchiv aufbewahrt, wurde jetzt im Stuttgarter Haus des Dokumentarfilms Baden-Württemberg bildtechnisch bearbeitet, musikalisch unterlegt so wie mit Text versehen und als DVD produziert.
Zur Begrüßung sprechen SWR-Studioleiter Claus Schneggenburger, Freiburgs Kultur-Bürgermeister Ulrich von Kirchbach, Wilhelm Reschl, Leiter des Hauses des Dokumentarfilms Baden-Württemberg, und Ulrich P. Ecker, Leiter des Freiburger Stadtarchivs.
Nach der Vorführung besteht Gelegenheit zum Gespräch. Der Eintritt ist frei. Die DVD ist für 14,95 Euro nach der Vorstellung sowie über das Stadtarchiv und den Buchhandel erhältlich.
Â
Dienstag, den 16. November 2010 um 17:42 Uhr
|