Freiburg (rs) – Hand oder nicht Hand – das war die Frage in der 43. Minute im Spiel des Sportclubs (SC) Freiburg gegen die Werksmann- schaft aus Wolfsburg, den VfL Wolfsburg, im badenova-Stadion in Freiburg, als der vor gerade mal zwei Minuten eingewechselte Stefan Reisinger (SC 27 Angriff) zum 1:1 Ausgleich, am Wolfsburger Torwart vorbei, einschoss. Wenige Sekunden zuvor war der Ball ohne nach- folgende Schiedsrichter-Konsequenzen an den Arm, der nach den
Fußballregeln gänzlich zur Hand gehört, von SC-Mittelfeldspieler Anton Putsila gesprungen. Der Ball wurde weiter gespielt und fand durch Reisinger sein Endziel im gegnerischen Netz.
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VfL-Trainer Pierre Littbarski (Bild) sprach nach dem Spiel von einem „irregulären Tor“, SC- Trainer Robin Dutt war da, selbstverständlich, ganz anderer Meinung. Sprang der Ball nun im Bewegungsablauf an den Arm oder ging der Arm zum Ball, um ihn zu stoppen. Ein Frage, die kontrovers und gestenreich, wie immer in einer solchen Situation, zwischen den vehement sich bei dem zuständigen Linienrichter vor der Stadion-Haupttribüne reklamierenden VfL Spielern, sowie dem dazu geeilten, im Ganzen souverän pfeifenden Robert Hartmann und SC-Trainer Robin Dutt kurz ausdiskutiert wurde. Schiedsrichter Hartmann entschied - gab das Tor, zeigte auf den Punkt im Mittelkreis. Spieler, Funktionäre und 19.200 Fans konzentrierten sich wieder auf das Spiel.
Es war ein Kampfspiel, kein „schönes“ Spiel, denn beide Mannschaften wollten gewinnen. Der VfL um aus dem unteren Drittel der Tabell aufzu- steigen, Freiburg um sich im oberen ersten Dritten zu behaupten. Der SC Freiburg begann stark, stürmte nach vorn, war in den ersten Minuten überlegen, ließ sich dann aber das Spiel der Gäste aufdrücken, sich in der eigenen Hälfte „einschüren“. In der 28. Minute folgerichtig verdient das 1:0 für die Gastmannschaft durch Patrick Helmes (VfL 33). Kurz vor der Pause in der 41. Minute die Auswechslung von Jan Rosenthal (SC Mittelfeld 8 - es war nicht sein Tag), durch Stefan Reisinger, der nun neuen Schwung ins Spiel brachte und der zum Erfolg, wie oben beschrieben, führte.
Zweite Halbzeit, der SC wieder überlegen, drückend. Mit großem Geschick und Können, aber auch mit einer dazu gehörenden Portion Glück, schoss Papiss Cissé (SC Angriff 9) in der 69. Minute nach Zuspiel von Reisinger sein 16 Tor in dieser Saison, der SC führte mit 2:1 Toren. Ein Sturmlauf der Gäste begann, Robin Dutt meinte nach dem Spiel, seine Elf habe „die Zügel schleifen lassen“, der SC fast ausschließlich nur noch verteidigend. Oliver Baumann, Rücken-Nr. 37 beim SC Freiburg, 20 Jahre jung, Torwart, reaktionsschneller Torwart, ein Torwart in Topform und das nicht nur in diesem Spiel. Baumann verhinderte in den letzten Minuten der Begegnung SC Freiburg gegen den VfL Wolfsburg mehrfach einen Ausgleich, war maßgeblich an dem Dreipunkterfolg beteiligt.
Der SC Freiburg hat nun 37 Punkte, punktgleich hinter Mainz, vor dem Hamburg SV (36 Pkt.), Nürnberg mit 35 und Hoffenheim mit 33 Punkten. Stuttgart verharrt mit 19 Punkten auf einem Abstiegsplatz.
Der SC Freiburg steht weiter auf Tabellenplatz 6 und fährt am kommen- den Samstag, 26. Februar, nach Köln zum 1. FC Köln (mit 26 Punkten auf Platz 13), dessen Sportdirektor seit dem 01. Februar 2011 Volker Finke ist. Finke war über 16 Jahre von 1991 bis 2007 Trainer beim SC Freiburg, der unmittelbarer Vorgänger von Robin Dutt.
Unter www.scfreiburg.com weitere Infos.
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Samstag, den 19. Februar 2011 um 19:47 Uhr
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